Orient im Mittelalter

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„Das ist der Orient, wie ihn der französische Dichter sah.
Das ist der Orient der Bücher, von denen pro Minute eine
Million gedruckt werden! Doch es gab weder gestern, noch
gibt es heute so einen Orient und es wird ihn auch morgen
nicht geben!“Nâzım Hikmet: aus: Piyer Loti, 1925


Der Orient im Mittelalter


Was bedeutet Orient?

Im lateinischen Wörterbuch findet sich die Vokabel "oriens", was "Osten" bedeutet. Weiter verrät das Lexikon, dass sich das Nomen aus dem Verb "sich erheben" ableitet und eng mit "sol oriens", der aufgehenden Sonne, verbunden ist: das Morgenland. Auf der antiken, römischen Achse zwischen Norden und Süden, zwischen Mitternacht und Mittag, liegt die östliche Weltgegend, der Orient.



Das Mittelalter

Die Antike endet und das Mittelalter beginnt. Das historische Datum, 529 n. Chr., ist umstritten, kommt aber einer zeitlichen Bestimmung recht nahe. Allgemein ordnet man die Epoche des Mittelalters zwischen 500 bis 1500 n. Chr. ein. Der Untergang des römischen Reiches mit dem Tode des oströmischen Kaisers Justinian, 565 n. Chr., oder dem Beginn der islamischen Expansion, 632 n. Chr., läutete das Frühmittelalter ein.

Die Epoche wird für den Osten weniger als Mittelalter bezeichnet, vielmehr spricht man im Orient von dem Byzantischen Zeitalter.



Das Ende der Sassaniden

Das persische Großreich der Sassaniden endete mit der Regierungszeit Yazdegerds III. (632–651). Im 7. Jahrhundert drangen muslimische Araber in das Sassanidenreich ein. Die Sassaniden unterlagen den Muslimen in den letzten Schlachten im persischen Herzland. Ehemalige arabische, persische Vasallen konvertierten nun zum Islam.

Die Islamisierung setzte sich nur langsam durch. Erst ab etwa 900 n. Chr. waren die Muslime in der Mehrheit. Große Adelsgeschlechter der Sassaniden hatten überlebt und sich mit den neuen Herren arrangiert. Offensichtlich durften sie in ihren Ländereien noch bis ins Hochmittelalter herrschen.

Es ist schwierig, das genaue Ende der Antike zu bestimmen. Für ein präzises Datum muss es ein wesentliches Ereignis geben, auf das sich eine Periodisierung stützen könnte. Bedeutend könnte zum Beispiel das Einvernehmen im Hinblick auf Kultur und Politik im Mittelmeerraum gewesen sein oder die Vorherrschaft der Griechen und Römer.

Regionen entwickelten sich unterschiedlich, nicht zuletzt wegen differierender Bodenverhältnisse, Klimata oder ihrer Lage. So ist eine objektive Definition kaum möglich. Geschichtswissenschaftler behaupten, dass eine Ordnung der Epochen ohnehin nur nötig war, um den Informationsreichtum der Geschichte zu überschauen. Zeitgenossen nahmen die jeweilige Epoche nicht als solche wahr, vielmehr sind es spätere Generationen, die die Zusammenhänge erkannten, der Periode einen Namen gaben und Anfang und Ende dieser bestimmten. Zudem war gerade die letzte Phase der Antike, die Spätantike, eher eine Übergangszeit des Altertums. Während es noch Verbindungen zur Antike gab, bildete sich allmählich das Wesen des Mittelalters heraus. Dafür verantwortlich war unter anderem der christliche Klerus, der vom 4. bis zum 6. Jahrhundert einen hohen gesellschaftlichen Einfluss hatte. Im Bewusstsein der Menschen hatte es keinen Bruch gegeben, man glaubte sich gewissermaßen noch immer in der Spätantike.

Anders im Osten, wo das zuerst oströmische, dann byzantinische Reich bis zum Fall Konstantinopels im Jahr 1453 ohne Traditionsbruch existierte. Was im weströmischen Reich die Spätantike war, war im Osten die frühbyzantinische Epoche.

Im Ostreich expandierten die Araber und verdrängten nach und nach die lateinische Amtssprache. Kaiser Herakleios, der als letzter byzantinischer Herrscher der Antike gilt, wäre eventuell ein Marker für ein Enddatum. Die arabische Invasion zerstörte die einheitliche Mittelmeerregion. Die Verbindung zwischen Konstantinopel und der westlichen Welt ließ nach und der Handel erlosch schließlich. Die spätantike Aristokratie des Senats litt unter den Angriffen der Araber und ging schließlich unter. Letztendlich war das Land wirtschaftlich geschwächt, die Bildung stagnierte, militärisch und ökonomisch brach das römische Reich zusammen.

Die arabischen Invasoren machten die Städte zu kleinen befestigten Kastronen. Die bürgerliche und militärische Verwaltungen waren nicht mehr getrennt. Mit dem Ende der Antike oder dem Vorgang der Transformation zerfielen die spätantiken Traditionen, was nicht zuletzt den Niedergang des alten Kaisertums bedeutete.



Nordafrika

Im beginnenden Mittelalter des Ostens, im Jahr 551, war "Africa" nach den Vandalenangriffen für das oströmische Reich gesichert. Mit dem Eindringen der Araber seit 647 endete die Antike hier endgültig, die Verbreitung des Islam markierte das Ende der Alten Welt. Als 698 n. Chr. Karthago fiel, löste sich das nordafrikanische Christentum auf.
Mit der Hidschra, der Flucht nach Medina, begann 622 für die arabischen Muslime eine neue Zeitrechnung.

Die Reste des oströmischen Reiches verwandelten sich in das mittelalterliche Byzanz.

Im 7. Jahrhundert entstand im Osten als Folge der arabischen Eroberungen eine neue Religion, der Islam.

Im 8. Jahrhundert eroberten die christlichen Königreiche Spanien von den Mauren zurück. Die Reconquista endete 1492 mit der Eroberung des Emirats von Granada.



Byzanz und Kalifat

In Byzanz überlebte im Wesentlichen die Staatsform der Spätantike. Am Hofe des osmanischen Sultans wurde gern die Kaiserherrlichkeit von Konstantinopel nachgeahmt.Im Kalifenreich wurde die byzantinische Bürokratie zunächst übernommen, Griechisch und Persisch blieben bis Ende des 7. Jahrhunderts die Verwaltungssprachen. Der Diwan war die zentrale Verwaltungsinstitution mit dem Wesir an der Spitze. Der Kalif, wenn auch als absoluter Führer, unterstand dem religiösen Recht.



Kultur im östlichen Mittelmeerraum

Byzanz und die islamische Welt waren das kulturelle Zentrum des Ostens, wo antikes Wissen bewahrt wurde. Unterricht in Lesen und Schreiben dauerte bis zu drei Jahren und stand auch den mittleren Schichten offen. Menschen, die eine höhere Bildung anstrebten, durften sogar auf staatliche Förderung hoffen. Unterrichtet wurde an kaiserlichen Hochschulen, in mittelbyzantinischer Zeit hauptsächlich in Konstantinopel. Im islamischen Raum wurde in der Masǧid (Moschee) unterrichtet. Mit monetärer Hilfe von Privatpersonen erlangten die Schüler eine höhere Bildung in der Madrasa, wo primär islamische Theologie und Rechtswissenschaft gelehrt wurden. Hier wurden zum Beispiel zahlreiche griechische Werke ins Arabische übersetzt. In Bagdad und Damaskus widmete man sich den antiken Schriften. Wissen gelangte aus dem Osten in das lateinische Europa, beispielsweise die noch heute verwendeten arabischen Ziffern.

Die islamische Philosophie basierte zunächst auf Übersetzungen von Texten der griechischen Philosophen und Wissenschaftler und auf den Bezug der Religion. Die kulturellen Zentren befanden sich hauptsächlich im Osten. In Byzanz waren die Ikonenmalerei oder die byzantinische Buchmalerei frühmittelalterliche Künste. In der Architektur sind vom byzantinischen Stil unter anderem der Markusdom in Venedig und die karolingische Pfalzkapelle im Aachener Dom (Oktogonform) inspiriert.



Ende des Mittelalters

Der Übergang vom Mittelalter in die Neuzeit wird als Renaissance bezeichnet. Dieser Übergang ist je nach Entwicklung in den Regionen zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert zeitlich einzuordnen. Im Orient markierte die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen den Untergang des byzantinischen Reiches und des Mittelalters. Die Ausbreitung des Osmanischen Reiches blockierte den Handel nach Asien und zwang somit den Westen, nach neuen Handelswegen zu suchen. Nicht zuletzt entdeckte so Christoph Kolumbus Amerika, als er vermeintlich die Route nach Indien fand.

Die islamische Zeitrechnung

Das islamische Zeitrechnungssystem aus dem Frühmittelalter beruht auf einem Mondkalender und dem Jahr der Hidschra, der Auswanderung des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina. Jahreszahlen werden im Vergleich zum "n. Chr." (nach Christus) des westlichen, gregorianischen oder julischen Kalenders mit dem Kürzel "a. H." (anno hegirae) näher bestimmt.

Ein arabisches Jahr begann im Herbst, die Monate verliefen von Neumond zu Neumond. Um den selben Jahresanfang zu erhalten, wurde alle zwei bis drei Jahre ein 13. Monat hinzugefügt. Die Araber brauchten diesen Kalender, um Termine für die Wallfahrten oder Märkte zu vermerken. Der Schaltmonat wurde nach der Eroberung Mekkas abgeschafft.

Die islamische Zeitrechnung beginnt mit dem 16. Juli 622, als Mohammed von Mekka nach Medina flüchtete. Flucht oder Auswanderung heißt im Arabischen "hidschra". So entstand die Bezeichnung der Hidschrī-Zeitrechnung. In der entsprechenden Literatur lassen sich Formeln finden, die den islamischen Kalender in den gregorianischen oder umgekehrt umrechnen.



C (Jahr nach christlicher Zeitrechnung), H (Jahr nach der Hidschra)

Der islamische Kalender wurde vermutlich im Jahr 638 eingeführt.



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